Encoder FAQ
![]() | Profile |
Um eine maximale Kompatibilität zu vorhandenen MPEG4 kompatiblen Geräten zu garantieren, verfügt der HDX4 Codec standardmäßig über verschiedene Profile. Beispielsweise unterstützen Handys keine B-frames und bieten nur eine eingeschränkte Auflösung. Das entsprechende Profil trägt solchen Einschränkungen Rechnung.
![]() | MPEG-Quantisierung |
Wird diese Option aktiviert, so verwendet der HDX4 Video-Encoder statt der standardmäßig verwendeten uniformen Quantisierung ein matrixbasiertes Quantisierungsverfahren zur Kompression. Viele Betrachter sind der Meinung, dass mit der Option "MPEG-Quantisierung" ein etwas schärferes Bild erreicht wird. Allerdings wirkt das Bild oft auch etwas körniger und "härter". Bei nicht aktivierter Option "MPEG-Quantisierung" wirkt das Bild für viele Betrachter etwas ausgewaschener, dafür aber "sauberer" und "glatter". Letztendlich ist es reine Geschmackssache, ob man MPEG-Quantisierung aktivieren möchte oder nicht.
![]() | Viertelpixel-Auflösung |
Wird die Option "Viertelpixel-Auflösung" aktiviert, so wird HDX4 die intern durchgeführte Bewegungsabschätzung mit Viertelpixel-Genauigkeit anstatt nur mit Halbpixel-Genauigkeit (Standard) durchführen. Viertelpixel-Genauigkeit bei der Bewegungsabschätzung erlaubt eine höhere Kompression der Video-Daten und führt zu einem schärferen und detailreicheren Bild.
Der Nachteil ist, dass dieser Modus sehr viel Rechenzeit benötigt. Bei aktivierter Option werden sich daher die Encodier- und Decodiergeschwindigkeiten um 20% bzw. 50% reduzieren. Außerdem mögen einige wenige Betrachter den erzielten Effekt nicht. Es wird empfohlen, diese Option zu aktivieren, falls es das gewählte Profil zulässt, es sein denn, verfügbare Rechenleistung oder persönliche Präferenzen sprechen dagegen.
![]() | Halbbilder als Quelle |
Im Unterschied zum Kino wird u.a. im Fernsehen oder bei Aufnahmen mit der Videokamera das Zeilensprungverfahren (Interlace) verwendet. Auf dem Computer wird diese Darstellungsart wegen des starken Flimmerns, das damit verbunden ist, schon seit langem nicht mehr verwendet. Die Halbbilder müssen daher in Vollbilder umgewandelt werden. HDX4 kann diese Aufgabe übernehmen und aus Ihren halbbildbasierten Quelldaten ein progressives Video erstellen. Wählen Sie dafür "Kammeffekte entfernen". Speziell wenn Sie planen, die erzeugten Videos dann wieder auf dem Fernseher abzuspielen, können Sie die Halbbilder auch beibehalten. Wählen Sie dafür "als Halbbilder codieren".
Bitte beachten Sie, dass Sie die Checkbox "Halbbilder als Quelle" unbedingt aktiviert haben müssen, wenn sie mit Quelldateien im Zeilensprungformat arbeiten, da es sonst zu Darstellungsfehlern kommen kann. Es ist außerdem wichtig, die Halbbildreihenfolge richtig einzustellen. Die korrekte Einstellung ist hierbei von der verwendeten Quelle abhängig. Für DV-Daten von ihrer digitalen Videokamera wählen Sie bitte "Unteres Halbbild zuerst".
![]() | B-Frames |
Hier können Sie bidirektionale Codierung aktivieren, falls es vom gewählten Profil unterstützt wird.
![]() | Spezielle FourCC-ID |
Video-Player identifizieren den Codec, mit dem ein Video codiert ist, über den FourCC. Falls es bei Ihnen mit älteren Playern zu Problemen kommt, weil diese HDX4-Dateien nicht als MPEG4 Videos erkennen, können Sie hier den ID-String abändern.
![]() | Bitratenmodus |
Hier können Sie zwischen "Single-Pass"- und "Two-Pass"-Modus wählen. Hierzu ein kleiner Exkurs: Mit der Angabe der Bitrate erhält der Codec eine Art Budget, wieviel Ausgabedaten er pro Sekunde erzeugen darf. Je nach Art und Komplexität des Videos kann die Einhaltung dieser Restriktion zu mehr oder minder sichtbaren Kompressionsartefakten führen. Gibt es beispielsweise in einer Sequenz besonders viel Bewegung, so wird eine höhere Bitrate benötigt, um diese fehlerfrei zu codieren, als dies bei einer relativ unbewegten Bildfolge der Fall wäre. Um besonders schwieriges Material handelt es sich z.B. bei Videos mit schnellen Schnitten, großflächigen Bewegungen wie etwa Wellen oder verrauschtem Videomaterial.
Im "Single-Pass"-Modus muss der Codec über einen sehr kurzen Zeitraum mit der zur Verfügung stehenden Bitrate auskommen. Im "Two-Pass"-Modus dagegen besteht der Codierungsvorgang, wie der Name schon sagt, aus zwei Durchläufen. Beim ersten Durchlauf ("Two-Pass - erster Lauf") wird das Video zunächst analysiert. Erst im zweiten Durchlauf ("Two-Pass - zweiter Lauf") erfolgt der eigentliche Codierungsvorgang. Auf der Basis der Informationen aus dem ersten Durchlauf kann der Codec die Bitrate nun besser über die gesamte Laufzeit verteilen. Für komplexe Szenen steht eine höhere Bitrate zur Verfügung, einfacher zu codierende Szenen werden mit einer niedrigeren Bitrate codiert. Die durchschnittliche Bitrate bleibt demnach bezogen auf das gesamte Video gleich, die Bitrate schwankt jedoch über die Laufzeit - je nach Komplexität des Materials. Hierdurch wird eine deutlich verbesserte Qualität erreicht, weshalb der "Two-Pass"-Modus zu bevorzugen ist, wenn genügend Zeit für die Encodierung zur Verfügung steht.
![]() | Ziel-Bitrate |
Die gewünschte Video-Bitrate kann über einen Schieberegler oder durch direkte Eingabe eines Wertes festgelegt werden. Beachten Sie, dass im Modus "Two-Pass - erster Lauf" keine Änderung der Bitrate möglich ist, da hier zunächst nur eine Analyse des Videos erfolgt und nicht der eigentliche Codierungsvorgang.
Durch einen Klick auf den Button "Ziel-Bitrate" können Sie zwischen verschiedenen Eingabemodi für die Bitrate umschalten, falls das gewählte Profil dies erlaubt. Neben der erwähnten direkten Eingabe der Bitrate können Sie dann auch eine Qualitätstufe zwischen 0 und 100% wählen. 0% steht dabei für die schlechteste, 100% für die beste Qualität. Im Modus "Quantisierung" stellen Sie den Quantisierungsfaktor direkt ein. Je niedriger der Quantisierungsfaktor ist, desto besser ist die Qualität des Ausgabevideos.
Beachten Sie, dass sie im Quantisierungsmodus keine Bitrate einstellen können. Stattdessen beeinflusst die Qualitätseinstellung immer auch die Bitrate. Kleinere Quantisierungsfaktoren bzw. eine hohe Qualitätseinstellung führen zu einer höheren Bitrate. Da nicht alle Abspielgeräte den Quantisierungsmodus unterstützen, sollten Sie vor Verwendung bei Bedarf die Kompatibilität mit der Ziel-Hardware sicherstellen.
![]() | Bildpunkt-Seitenverhältnis |
Für die Darstellung auf PCs wird eine quadratische Pixeldarstellung verwendet, d.h. Videos, die ein Seitenverhältnis von 1.33:1 (4:3) verwenden (z.B. 640x480 Bildpunkte), werden auch wirklich in diesem Seitenverhältnis dargestellt. Deaktivieren Sie für solche Videos die Seitenverhältnis-Checkbox; damit setzen Sie das Standardseitenverhältnis von 1:1.
Auf TV-Bildschirmen beträgt das Pixelseitenverhältnis im Unterschied dazu 1.067:1. DVD-Videos besitzen z.B. eine Auflösung von 720x576, was einem Bildseitenverhältnis von 1.25:1 entspricht. Da TV-Bildschirme jedoch ebenfalls ein Seitenverhältnis von 1.33:1 besitzen, müssen solche Videos um den genannten Faktor von 1.067 in der Aspektratio korrigiert werden, um verzerrungsfrei dargestellt zu werden. Treffen Sie für solche Quellen die Auswahl "DVD 4:3 (PAL)" bzw. "DVD 4:3 (NTSC)". Die Auswahl zwischen PAL und NTSC richtet sich nach dem verwendeten TV-System; in Europa wird das PAL-System verwendet.
Falls Sie mit anamorphotisch verzerrtem Material arbeiten, muss als Option "DVD 16:9" gewählt werden. Durch die auf DVDs oft als "16:9 anamorph" bezeichnete Verzerrung eines Breitwandvideos auf Vollbildgröße kann auf einem 16:9-TV-Gerät eine um ein Drittel höhere Zeilenauflösung erreicht werden. Bitte überprüfen Sie jedoch die Kompatibilität mit Ihren Abspielgeräten, bevor Sie diese Option im Zusammenhang mit MPEG4 Videos verwenden.
![]() | Qualitätsstufe |
Die Auswahl der Qualitätsstufe beeinflusst die zur Encodierung benötigte Zeit am stärksten. Je höher Sie die Qualitätsstufe einstellen, desto besser wird die Qualität ausfallen, aber auch die Codierungszeit wird erheblich ansteigen. Für das Aufzeichnen von TV-Signalen ist der Modus "Echtzeit" vorgesehen. Hier passt der Codec die Qualitätseinstellungen an die Geschwindigkeit ihres Rechnersystems an, um eine optimale Qualität bei gleichzeitiger Arbeit in Echtzeit zu garantieren.
![]() | Psychovisuelle Verbesserung |
Psychovisuelle Verbesserungen" sind Verfahren, die die Komplexität des Videos auf eine Art und Weise reduzieren, die vom menschlichen Gehirn kaum wahrgenommen wird. Hier sollten Sie etwas experimentieren, um herauszufinden, ob sie diese Optimierungen im fertigen Video als störend empfinden.
![]() | Maximales Vollbildintervall |
Ein codiertes HDX4-Video besteht nicht mehr komplett aus Vollbildern,es sind in einer Mehrzahl der Videoframes nur Unterschiede zum Vorgängerbild codiert. Da dieses zu einer geringeren Datenmenge führt, sollten Sie das Vollbildintervall nicht zu kurz einstellen. Falls Sie es jedoch als störend empfinden, dass das Springen im fertig codierten Video mit Wartezeiten verbunden ist, weil bei jedem Sprung zu einer anderen Stelle die Bilder vom letzten Vollbild bis zur gewünschten Stelle erst berechnet werden müssen, dann können Sie dieses Intervall verringern.
![]() | Optimiere für 'Film'-Quelle |
Kinofilme werden auf Zelluloid gefilmt und besitzen dadurch eine natürliche Körnung. Je nach verwendetem Filmmaterial kann ein Experte so selbst auf einer DVD noch etwa zwischen Super-8 und 35mm-Material unterscheiden. Video ohne diese Körnung und mit vielen glatten und einfarbigen Flächen lässt sich leichter codieren, sieht jedoch entsprechend unnatürlicher aus. Probieren Sie am besten die Codierung mit und ohne simulierter Filmkörnung aus und entscheiden Sie, was Ihnen besser gefällt.


